Der Statiker war da und war zuversichtlich

Veröffentlicht: 08.04.2023 von Georg Hensch


Nachdem nach einem halben Jahr nun endlich das Amtsgericht unsere Eintragung ins Grundbuch umgesetzt hat, konnte ich los, um auf der Gemeinde die Bauakte einzusehen. Dabei ging es insbesondere um die Statik. Eine Woche hat es gedauert, bis die Auszubildende im Keller im Archiv war – wegen Stress. Wahrscheinlich war die Kaffeemaschine kaputt. Wie dem auch sei: Die Statik war nicht dabei. Aber das Aktenzeichen, mit dem ich dann beim Kreis die Akteneinsicht beantragen konnte. Sogar Online! aber auch hier der Hinweis, dass es länger dauern könnte. Doch anders als angenommen ging es schnell!

Erstaunlicher Weise hatte ich nach einer knappen Woche den – ACHTUNG – Cloud-Download-Link! Und das von einer Behörde. Das ist schon vorbildlich. Das Beste war, dass er auch funktionierte! Also dann damit dann los zu einem Statiker. Der kam und machte zumindest kein erstauntes Gesicht bei meinen Umbauwünschen. Lediglich beim später ziemlich allein stehenden Giebel meinte er, da müsste man über eine Aussteifung nachdenken. So ermuntert bin ich nunmehr guten Mutes daran gegangen, den Holzbeton für die neu zu schaffenden Fenster von innen zu entfernen.

Also zog ich mir wie bekannt Maske und Gehörschutz an und ran an die Wand. Schon lustig. Wie oft hab ich gedacht: „Jetzt das noch und dann hast Du alles raus!“ Aber immer geht noch was. Allerdings weiß ich immer noch mindestens 5 Sachen, die raus müssen, wenn der Statiker mit dem Rechnen durch ist und ich weiß, was ich machen muss, damit mir die Bude nicht auf den Kopf fällt und ich den Rest auch noch in einen Container packen kann. Doch – ich hab auch schon ein bisschen Angst. Denn der Betonkern in den Wänden ist der denkbar schlechteste Baustoff, um darin eine Aussparung für einen Sturz zu schaffen.

Ich glaube, ich beschäftige mich schonmal mit dem Thema Betonsäge!



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