Von Betonwänden, Fastbränden und Auswanderern

Veröffentlicht: 28.01.2023 von Georg Hensch


Neues Jahr – neues Glück! Und auch, wenn ich dachte, ich hätte alles raus: Ja, der Rigips ist auch raus. Aber darunter hunderte, um genau zu sein, über 2000 Gipsbatzen, die sich wie die Sau am Holzbeton festhalten und stückenweise mit dem Bohrhammer abgeschlagen werden wollen – und müssen. Aber vorher geht es ein paar nicht-tragenden Zwischenwänden an den Kragen. Holzbeton mag ja für das Bauen schön sein. Der Rückbau ist eine Herausforderung! Erst den Rigips und die Gipsbatzen -Abfallart 1, dann den Holzbeton von beiden Seiten abschlagen- Abfallart 2, und dann den Beton – Abfallart 3. Vor allem aber: Der Holzbeton federt schön. Das heißt, man trillert sich mit dem Bohrhammer einen Wolf, bevor sich der Holzwerkstoff, vom Beton löst.

Dann fand ich noch unter dem Rigips eine Verteilerdose, in der der Nullleiter schon zu einem Klumpen verbacken war. Das könnte ein Grund dafür gewesen sein, dass mich mal die Vorbesitzerin anrief, weil der FI rausgeflogen war. Strom an – Plastik weich- Kontakt. Strom aus – Plastik erhärtet – Strom da. Sowas findet man genau nie unter dem Rigips.

Und nicht zuletzt fand ich die Kunstwerke der Spinnen auf dem Speicher erwähnenswert, wenn sich nach den Bauarbeiten der Staub um die Spinnweben gelegt haben und im Gegenlicht des Bauscheinwerfers erstrahlen. Man darf trotz allem Abriss nicht den Blick für das Schöne verlieren.

 



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